Internetfestplatten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Die wohl bekannteste Variante Daten schnell über die Cloud mit anderen zu tauschen ist Dropbox. Doch gibt es hierzu auch weniger bekannte Alternativen, die wir gerne vorstellen.

Der Vorteil von Dropbox ist, dass man bereits in der kostenlosen Variante zwei Gigabyte an Speicherplatz erhält. Das reicht in der Regel aus um zum Beispiel Dokumente mit anderen zu bearbeiten oder auszutauschen oder aber zum Beispiel vor dem Urlaub Passkopien und ähnliches in der Wolke zu sichern.

Andere Freemium Varianten

Zuerst einmal eine Begriffsklärung. Freemium setzt sich aus “Free”, also kostenlos, und Premium, für die kommerziellen Dienste zusammen. Die Faustregel hier lautet in etwa, dass ein Premiumkunde bis zu zwanzig kostenlose Kunden tragen kann. Aus Benutzersicht ist dies eine sehr gute Variante um die Fähigkeiten der Anbieter von Onlinefestplatten zu überprüfen.

Eine neue Dropboxalternative ist zum Beispiel ZenOK. Hier erhält man bis zu 21GB Speicherplatz und der Dienst sichert, automatisch und bei vorhandener Internetverbindung, die spezifizierten Ordner ins Internet. Für eine solch private Dropbox, die darüber hinaus kostenlos ist, ist die doch hohe Verfügbarkeit und der zur Verfügung stehende Speicher doch bemerkenswert. Einziges Manko ist, dass man keine Dateien hochladen kann die größer als 25MB sind. Für ein Backup der Bilder vom normalen Rechner ist ZenOK in der kostenlosen Variante allemal ausreichend! Auch sind die Premiumtarife preislich interessant, was einem den Umstieg, zusammen mit noch mehr Speicherplatz in der Cloud, zu versüßen weiß.

Livedrive.com mischte in der letzten Zeit den Markt für Internetfestplatten ordentlich auf. Versprach man doch nicht weniger als ein halbes Terrabyte an kostenlosem Speicher! Das ganze funktioniert ähnlich wie bei ZenOK, sprich man hat eine Software auf dem Rechner laufen, die automatisch die gewünschten Ordner ins Internet verschiebt.

Wuala.com ging einen anderen Weg. Neben einem geringen kostenlosen Onlinespeicher bot man die Möglichkeit Speicher zu Handeln. Hierbei wurde der Speicherplatz den man selbst Anderen zur Verfügung stellte auf das eigene Kontingent angerechnet. Wuala wurde jedoch an den Festplattenanbieter Lacie verkauft und stellte 2011 das Trading Feature ein, was zu einem Sturm der Entrüstung führte. Nun bietet man eine durchschnittliche Leistung an, wobei alle Daten beim Upload automatisch verschlüsselt werden.

Rein kommerzielle Angebote

Im deutschsprachigen Raum machte sich Strato mit dem Angebot von 100GB Cloudspeicher für ca. 60€ im Jahr (die Preise können sich ändern!) einen Namen. Jedoch ist die Bedienung der zugehörigen Software eher als suboptimal zu bezeichnen und die Geschwindigkeit bei der Übertragung der Daten könnte durchaus etwas schneller sein.

Amazon bietet, mit dem Cloudspace Amazon S3, schon seit längerem günstige Möglichkeiten an seine Daten online zu speichern. Interessant hierbei ist das Abrechnungsmodel, welches sich aus dem belegten Speicherplatz und dem verbrauchten Traffic zusammensetzt.

Was sind die Probleme mit denen man sich bei Dropbox und Co. konfrontiert sehen kann

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Zuerst einmal stellt sich die Frage nach der Datensicherheit. Die physische Ausfallsicherheit einer Internetfestplatte, die von einem Anbieter der oft seinen Geschäftssitz im Ausland hat, ist nur schwer zu verifizieren und auch die Datenintegrität und Sicherheit ist ein oft bemängelter Aspekt. Deshalb empfiehlt es sich Dienste wie “Secure Dropbox” oder aber die kostenlose Verschlüsselungssoftware TrueCrypt zu verwenden um einen Zugriff auf die eigenen Daten zu verhindern.

Allen Unkenrufen zum Trotz bieten Onlinefestplatten die Möglichkeit private Daten an einem dritten, virtuellen Ort zu speichern. Das beste Backup nützt nichts, wenn die Festplatten durch Brand oder Wasser beschädigt oder gestohlen werden. Deshalb besser auf Nummer sicher mit einem Onlinebackup.